CORNELIA CAUFMANN
CV
C o r n e l i a C a u f m a n n
Zeichnung, Malerei, Objekt, Installation, Performance
sowie in Spittal/Drau
Viele meiner Arbeiten, die von meiner persönlichen Geisteshaltung und meinem Hang zum Puristischen geprägt sind, lassen unmittelbar eine Assoziation zur Philosophie des Zen zu. In Werkreflektionen ist das Resultat oftmals gleichzusetzen mit Alchemie. Meine Intention ist nicht Information, sondern Transformation und Metaphern des Unsichtbaren zu erzeugen. Sowohl vom Ästhetischen wie auch vom Ethischen her erhebe ich den Anspruch, im Rezipienten Wirkung zu erzielen. Dieser wird aufgefordert, das Unvollendete und Nicht-Sichtbare mit seinem Geist und sensibilisierten Imaginationsvermögen zu vollenden oder Verbindungen zu seiner inneren Realität herzustellen.
In allen Arbeiten geht es um die großen Lebensthemen, das Werden und Vergehen, um Freiheit und Frieden und um das Ordnen des äußeren Chaos, es zu bändigen und ihm Struktur zu geben. Als Germanistin kenne ich die Grenzen der Sprache, als Künstlerin überschreite ich sie. Im alltäglichen Gewirr, im Sprachenbabylon unserer Welt, wo das gesprochene Wort trennt, verbindet das visuelle Urmuster. Ich dekonstruiere Schrift zu fließenden, unlesbaren Linienreihen, um in der Rückkehr ein Zeichensystem universeller, prä-alphabetischer Urmuster zu erzeugen: Eine Ursprache der puren Emotionalität, die jede Kultur im Herzen versteht. Im Sinne des Designtheoretikers Christopher Alexander fungiert meine Bildsprache als eine gelebte Pattern Language (Mustersprache). Fließende, kalligrafische Reihen werden in meinem Werk zu visuellen Bausteinen einer universellen Ordnung. Die in Reihen angeordneten Zeichen, die wie musikalische Partituren erscheinen, sind keine Dekoration. Sie entspringen einer tiefen rituellen Notwendigkeit und erzeugen ein ausgleichendes, energetisches Kraftfeld - ein ordnendes Signal meines inneren Friedens gegen die alltäglichen Grausamkeiten und das Rauschen der Welt.
Die Welt, in der wir leben, ist grausam. Um zu überleben, müssen wir uns ständig neue Welten träumen. – Ein Zitat von Claus Peymann trifft den Kern meiner Absichten: Man kann diese furchtbare Wirklichkeit nicht abbilden, sondern ihr nur den Traum einer anderen Wirklichkeit entgegenhalten.Quelle - derstandard.at// vom 2.3.2016 [cornelia caufmann]
Einzelausstellungen:
Gruppenausstellungen:
2026 NÖDOK ON TOUR, "Dieses Bild hat das letzte Wort", Galerie Augenblick, Kirchberg, NÖ
Performances and Interaktive Dialoge:
Kooperationen:
